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Kölnische
Rundschau, 30.06.2009
Lust
auf Lesen mit der minibib
Von Jan Wördenweber
Architektur-Studentin
Sonja Zimmermann schaute stolz auf ihr erstes Haus, Unternehmer
Anton Bausinger sah eine architektonisch ansprechende Lösung,
und Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sprach von einem guten
Tag für die Stadt. Am meisten aber können sich von heute
an junge wie alte Lesebegeisterte freuen: Die minibib des
Fördervereins der Stadtbibliothek öffnet um 14.30 Uhr und bietet
eine Auswahl von derzeit 1000 Büchern, von Erich Kästner bis
Frank Schätzing.
Wie Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek, und Anton Bausinger,
Vorsitzender des Fördervereins, betonten, soll das innovative Bücherbüdchen-Projekt
unkompliziert Literatur vermitteln und Lust machen, das große mediale
Angebot der Zentral- und Stadtteilbibliotheken sowie des Bücherbusses
zu nutzen.
In der minibib,
die bundesweit einmalig ist, darf sich jeder Besucher maximal ein Buch
für bis zu zwei Wochen ausleihen. Personendaten werden nicht aufgenommen,
auch gibt es keine Ausweise. Für die Betreuung der minibib
konnten mit Hilfe der Kölner Freiwilligen Agentur 15 Ehrenamtler
gewonnen werden. Wir bauen darauf, dass sich die Nutzer solidarisch
zeigen und die Bücher zurückgeben, sagte Dr. Vogt. Ansonsten
sei das Projekt, das 49 000 Euro gekostet hat, gefährdet.
Im Beisein
von Bürgermeisterin Angela Spizig wurde zudem eine neue Treppe des
Fördervereins Pro Stadtgarten an die Stadt übergeben.
Dadurch soll der Zugang zu dem beliebten Park in der Innenstadt erleichtert
werden.
Kölner
Stadt-Anzeiger 30.06.2009
Wiederbringen
macht Freunde
Von Anja Katzmarzik
Deutschlands erstes
Bücherbüdchen ist eröffnet. Im Stadtgarten geben ehrenamtliche
Mitarbeiter Lektüre unbürokratisch und nach dem Solidarprinzip
aus.
Das Büdchen
war kaum enthüllt, da wollten schon die ersten Passanten Bücher
ausleihen, ehrenamtlich mitarbeiten oder gut erhaltene eigene Bücher
abgeben. Im Stadtgarten an der Spichernstraße hat Deutschlands erster
Pavillon eröffnet, an dem unentgeltlich und unbürokratisch Bücher
verliehen werden.
Initiiert und
finanziert wurde das 49 000 Euro teure Projekt vom Förderverein Stadtbibliothek
Köln e.V. Die Eröffnung nahmen Bürgermeisterin Angela Spizig
und Bezirksbürgermeister Andreas Hupke vor, die sagten, dass dies
ein guter Tag für die Innenstadt und die Kultur sei.
Der Bau nach
einem Entwurf von Studierenden des Fachs Architektur und Städtebau
an der Universität Siegen - sie hatten einen Wettbewerb gewonnen
- ist grasgrün und größtenteils gläsern. Das verleiht
dem Objekt einen sehr luftigen, unaufdringlichen und einladenden Charakter.
Insofern wird der Begriff Büdchen der Konstruktion aus
Fichten-Holz und Sicherheitsglas nicht gerecht.
Dazu gehören
eine Freitreppe und Hocker aus Baumstümpfen. Jedoch sei kein
einziger Baum für das 20 Quadratmeter große Büdchen gefällt
worden, betonte Fördervereins-Vorsitzender Anton Bausinger.
minibib wurde das Angebot getauft, weil es einen Anreiz im
Sinne von möglichst niedrigschwelliger Leseförderung schaffen
soll. Die Buchausgabe erfolgt durch ehrenamtliche Mitarbeiter, von denen
es bereits 15 gibt und die sich auch an Wochenenden abwechseln wollen.
Der Clou an
den Konzept ist, dass die Ausleihe ohne Anmeldung, Ausweis oder Entleihquittung
erfolgt. Wir setzen auf Vertrauen, so Stadtbibliotheks-Direktorin
Hannelore Vogt - und damit darauf, dass jeder sein entliehenes Buch spätestens
nach zwei Wochen auch wieder bringt. Die Veranstalter sind optimistisch,
dass das Solidaritäts-Prinzip aufgeht. Wer das
Buch nicht zurückbringt, schadet letztlich ja sich selbst.
Im Bestand
sind derzeit 1000 Titel. Es sind vornehmlich Romane, Krimis, Kinder- und
Sachbücher. Weitere 500 Lektüren sollen folgen. Die Stadtbibliothek
nimmt auch gut erhaltene Bücher an, um sie darauf zu prüfen,
ob sie ebenfalls aufgenommen werden können.
Kommentar zum Bücherbüdchen
" Ein Vorschuss an Vertrauen"
Das neue
Bibliotheks-Angebot zeugt von grenzenlosen Optimismus, denn das Konzept
setzt darauf, dass alle ihre Bücher freiwillig zurückbringen.
Es wäre schön, wenn das klappt.
Sie fördert das Lesen und die Kommunikation über das Lesen,
die neue minilib. So nennt sich das erste Bücherbüdchen
Deutschlands, das im Stadtgarten eröffnet wurde. Niedrigschwellig
ist das Angebot, der Bau vermittelt Transparenz. Anziehend. Hoffentlich
nicht auch für Vandalen.
Das Büdchen ist ein Hingucker, es ist ein Reingucker und es ist Symbol
für grenzenlosen Optimismus. Dem Konzept liegt die idealistische
Annahme zugrunde, dass jeder auch ohne Vertrag sein Buch freiwillig zurückbringt.
Und es ist ein Bau aus Holz aus Glas. Brennbar und zerbrechlich - als
gäbe es in der Stadt keine Dummköpfe, die selbiges dazu einlädt,
es zu zerstören.
Dieser Vertrauensvorschuss
tut der Stadt gut, bei allen schlechten Nachrichten, Ärgernissen
und Bedenkenträgern. Erschreckend ist nur, wie es einen verwundert,
dass es Macher gibt, die auf das Gute im Menschen hoffen - und bauen.
Jeder, der Erziehung genossen hat, sollte sich verpflichtet fühlen,
ein Auge auf dieses Symbol ehrenamtlichen Miteinanders zu haben. Damit
es kein Objekt sinnloser Gewalt wird. Dazu ist es zu schön - architektonisch
wie ideell. Die Stadt wird den Beweis antreten müssen: Verdient Köln
Schönes? Es wäre dem Projekt zu wünschen. Trotz aller Bedenken.
report-K,
Kölns Internetzeitung 29.06.2009
von Stephanie Broch
Das Kölner Bücherbüdchen minibib geht an den
Start
Klein aber fein:
Das Kölner Bücherbüdchen minibib im Stadtgarten
ist einmalig in Deutschland. Aus 1.000 Romanen, Krimis, Sachbüchern
und Kinderbüchern können Leselustige wählen. Morgen Nachmittag
(14:30 Uhr) öffnet das Bücherbüdchen für Klein und
Groß.
Ich freue mich auf eine spannende Herausforderung, auf einen spannenden
Dialog mit ganz unterschiedlichen Menschen, erklärt Gesine
Hoffmeister (69). Sie ist eine der 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die
die Lesewilligen in der Kölner minibib beraten und bedienen
werden.
1000 Bücher auf 18 Quadratmetern
Viel Holz, viel Glas, viel Grün hell und freundlich wirkt
die minibib, die morgen Nachmittag für große und
kleine Leser öffnet. Standort: Stadtgarten, an der Spichernstrasse.
Auf knapp 18 Quadratmetern stehen hier rund 1.000 Bücher: Romane,
Krimis, Sachbücher und Kinderbücher. Die Kleinstbücherei
ist ein Projekt des Fördervereins Stadtbibliothek Köln e.V.
und einmalig in Deutschland. Das Projekt hat wahnsinnigen Spaß
gemacht, und es eine kleine, tolle und in sich harmonische Einrichtung
dabei herausgekommen, freut sich Anton Bausinger, Vorsitzender des
Fördervereins. Ziel sei es, einen unkomplizierten Zugang zu Literatur
zu bieten, der im Idealfall Lust mache, auch das große Angebot der
Stadtteilbibliotheken und der Zentralbibliothek zu nutzen, so Bausinger
weiter.
Mit Beratung, ohne Ausweis
Ganz unbürokratisch soll es in der minibib zugehen: Ohne
Ausweis und Quittung kann sich der Leser kostenlos ein Buch (nicht mehr)
ausleihen. Die Ausleihzeit beträgt zwei Wochen, das ausgeliehene
Buch kann nur in der minibib zurückgegeben werden. Keine
Sorge, dass die Bücher verschwinden? Hannelore Vogt, Direktorin der
Stadtbibliothek: Wir setzen auf Vertrauen und hoffen, dass die Leute
die Idee so gut finden, dass sie sie unterstützen werden, indem sie
die Bücher zurückbringen. Vogt weiter: Vom Erfolg
des Projektes sind wir überzeugt. Es haben sich zum Beispiel so viele
Ehrenamtler gemeldet, die in der minibib mitarbeiten wollen,
dass wir eine Warteliste einrichten mussten. Die Ehrenamtler werden
ganz wie in einem Büdchen hinter einem geöffneten
Fenster stehen und die Leselustigen beraten und bedienen. Zutritt ins
Lesebüdchen haben die Ausleiher zumindest in der ersten Zeit nicht.
Das diene der Sicherheit der Mitarbeiter, erläutert Hannelore Vogt.
Bestandaustausch
vorgesehen
Die Idee des Bücherbüdchens stammt aus Lissabon.
2007 hat die Planung begonnen, heute konnte der Förderverein die
minibib der Stadtbibliothek übergeben. Die Bücher
sind ein Geschenk der Stadtbibliothek. Der Bestand soll in nächster
Zeit auf 1.200 bis 1.500 Bücher aufgestockt und auch immer mal wieder
ausgetauscht werden. 49.000 Euro hat der Förderverein der Stadtbibliothek
e V. für das Bücher-Büdchen ausgeben, mehr als doppelt
soviel wie geplant war. Die "minibib" soll mindestens zehn Jahre
im Stadtgarten stehen.
Literaturbegeisterte
Ehrenamtler
Für Gesine Hoffmeister geht es am Sonntag mit dem Dienst in der minibib
los. Sie ist sich sicher, dass sie die Leser gut beraten kann. Sie selbst
läse viel, außerdem sei sie schon seit drei Jahren im Projekt
Ran ans Lesen engagiert, das Grundschulkindern das Lesen näher
bringt, erzählt die Ehrenamtlerin. Auch durch die Erfahrung
mit meinen vier Enkeln im Alter von neun bis 22 Jahren bin ich gut auf
kleine und jugendliche Kunden vorbereitet, sagt sie.
Gleichzeitig mit
der minibib wurde am Montagvormittag eine neue Treppe von
der Spichernstraße zum Stadtgarten eingeweiht, die den Zugang zu
Park und Bücherbüdchen erleichtern soll. Diese Treppe hat der
Förderverein Pro Stadtgarten e. V. finanziert und realisieren lassen.
In den Sommerferien gibt es eine Vorlesereihe für Kinder an der minibib,
immer donnerstags, um 16 Uhr. Den Auftakt macht das Buch Sommer
im Möwenweg von Kirsten Boie, für Kinder von vier bis
sechs Jahren. Lesen wird Bürgermeisterin Angela Spizig.
Kölner
Stadt-Anzeiger 12.02.2008
Leseplatz mit Modellcharakter
"Bücherbüdchen" könnte schon im Sommer im Stadtgarten
stehen
Architekturstudenten
der Uni Siegen gaben dem Projekt konkrete Form.
VON SUSANNE HENGESBACH
Noch hat das Kind
keinen Namen. Aber dass es in greifbarer Zukunft Kölner Licht erblicken
will, ist sehr wahrscheinlich. Es, "das Bücherbüdchen",
die "Schmökerkiste" oder das "Books inside",
wie der geplante Bücherpavillon provisorisch heißt, soll im
Unterschied zu institutionellen Bibliotheken einen ganz unkomplizierten
und bürokratischen Zugang zu Literatur ermöglichen. Anton Bausinger,
Vorsitzender des Fördervereins Stadtbibliothek, äußerte
sich gestern zuversichtlich, dass das Projekt schon im Juni verwirklicht
sein könnte. Maßgeblichen Anteil daran haben die Studenten
und Studentinnen vom Fachbereich Architektur und Städtebau der Universität
Siegen. Denn sie haben - angeregt durch ihre Dozentin Professor Sibille
Wirtz - reizvolle Modelle erdacht und ausgearbeitet. Auflage war, dass
das "Bücherbüdchen" Platz für 1000 bis 1500 Bücher
bietet mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur. Es sollte ferner für
alle vier Jahreszeiten tauglich, verschließbar und vandalismussicher
und nicht teurer als 20 000 Euro sein. Denn das ist der Betrag, den der
Förderverein aus Restspenden zusteuern kann.
Für das Preisgericht, dem auch Anne Luise Müller vom Stadtplanungsamt
sowie Bürgermeisterin Angela Spizig angehörte, war es keine
leichte Aufgabe, unter den 14 eingereichten Entwürfen den "preiswertesten"
auszuwählen. Schlussendlich überzeugte das Modell von Sonja
Zimmermann am meisten, weil sie alle Anforderungen überzeugend umsetzte
und sich der Sinn des Pavillons seinen Nutzern sofort erschließt.
Der Sinn ist der, Interesse an Literatur zu wecken. Zudem soll er "Lust
machen, unsere Einrichtungen zu besuchen", betonte Judith Petzold,
Abteilungsleiterin für Kommunikation bei der Stadtbibliothek. Den
ersten Pavillon will der Förderverein im Stadtgarten aufstellen und
ehrenamtlich betreuen. Bestückt wird er mit ausgesuchten Beständen,
die der Stadtbibliothek geschenkt wurden.
Kölnische
Rundschau 12.02.2008
Ein Büdchen
für Leseratten
Förderverein der Stadtbibliothek präsentiert neues Projekt
Die Leselust wecken.
Das hat sich der Förderverein Stadtbibliothek Köln zum Ziel
gesetzt. Seit seiner Gründung 2004 versucht der Verein, den Menschen
das Lesen schmackhaft zu machen und ihnen den Zugang zu Büchern zu
erleichtern. Mit dem ersten Projekt gelangt es, den einst abgeschafften
Bücherbus wieder unter städtische Trägerschaft zu bringen.
Jetzt war es Zeit für eine neue Herausforderung: Das so genannte
"Bücherbüdchen" soll in erster Linie Kinder und Jugendliche
zum Lesen animieren und im Gegensatz zu öffentlichen Bibliotheken
einen unbürokratischen Zugang zu Büchern ermöglichen. Bücher
können kostenlos und ohne Bücherausweis ausgeliehen werden.
Um Kosten gering zu halten, will der Verein das Büdchen ehrenamtlich
betreuen und mit Büchern bestücken, die der Stadtbibliothek
geschenkt wurden. Für das Pilotprojekt, das im Stadtgarten entstehen
soll, hatte der Verein in Kooperation mit der Universität Siegen
einen Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben.
"Das Ergebnis ist sensationell. Die 14 Entwürfe der Studenten
zeichnen sich durch Eigenständigkeit und Kreativität aus",
freute sich Vereinsvorsitzender Anton Bausinger. Dennoch musste sich die
Jury am Ende für zwei Preisträger entscheiden. Sonja Zimmermann
belegte vor Andreas Hau den ersten Platz. "Sie wird ihren Entwurf
noch ein bisschen überarbeiten müssen, bevor wir mit der Realisierung
beginnen können. Spätestens im Juli soll das erste Büdchen
fertig sein", sagte Bausinger (bk)
Express,
12.02.2008
Büdchen mit
Büchern
Köln - Der Förderverein
Stadtbibliothek Köln will Bücher-Büdchen aufstellen und
hat Studenten gebeten, Design-Vorschläge für die künftigen
Lese-Kiosks einzureichen. Aus 14 Entwürfen wurden nun die besten
gekürt. Siegerin wurde Sonja Zimmermann. Der erste "Buch-Kiosk"
soll im Stadtgarten stehen.
report-K,
Kölns Internetzeitung 12.02.2008
Fabian Sieg
Bücherbüdchen-Wettbewerb
entschieden
Der vom Förderverein
StadtBibliothek Köln e.V. ausgeschriebene Wettbewerb für den
Entwurf eines Bücherbüdchens für den Stadtgarten ist entschieden.
Teilnahmeberechtigt waren nur die Studenten der Universität Siegen.
Aus 14 Arbeiten aus dem Fachbereich Architektur und Städtebau wählte
das Preisgericht den Sieger. Der Bau des Büdchens soll bereits im
Juni abgeschlossen werden.
Erster Platz für
Sonja Zimmermann
Gewonnen hat ein hellgrüner Pavillon, der mit seinen großen
Glasflächen einen guten Blick auf das Angebot der Bücher bietet
und mit direkt angegliederten Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und
Lesen einlädt. Interessierte können auf diese Weise, ganz im
Stile der klassischen "Büdchen", eine Auswahl aus dem Sortiment
treffen und Bücher entleihen, ohne die Räume zu betreten. Das
ist der Entwurf zu einem so genannten Bücherbüdchen, mit dem
Architekturstudentin Sonja Zimmermann aus Siegen den Wettbewerb des Förderveereins
Stadtbibliothek Köln e.V. gewann. Die Siegenerin überzeugte
damit die Jury - bestehend aus Bürgermeisterin Angela Spizig, Dr.
Joachim Bauer, Grünflächenamt, Anne Luise Müller, Stadtplanungsamt,
Judith Petzold, StadtBibliothek Köln, Bettina Fischer, Literaturhaus
Köln, Fördervereinsvorsitzender Anton Bausinger und Prof. Dipl.-Ing.
Sibille Wirtz, Universität Siegen. Diese hob neben den ästhetischen
Vorzügen insbesondere die überzeugende Umsetzung aller Anforderungen
der Ausschreibung im Entwurf von Sonja Zimmermann hervor. So benötigt
man etwa nur eine Person für den Betrieb des Büdchens, während
die anderen Entwürfe einen höheren Personalaufwand erfordert
hätten. Ihr Bücherbüdchen ist des weiteren wind- und wetterfest
konzipiert, da die Idee auf eine ganzjährige Öffnung angelegt
ist. Den zweiten Platz belegte die Arbeit von Andreas Hau.
Unbürokratischer
Zugang zur Literatur
Nachdem der Förderkreis StadtBibliothek im letzten Jahr den Bücherbus,
die rollende Filiale der Bücherei, zurück in die Trägerschaft
der Stadt Köln überführt hat, fließt das Restgeld
der Bücherbus-Spenden nun in das neue Projekt (Den Bericht dazu finden
Sie hier bei report-k.de >>>). Ziel ist es, mit dem Bücherbüdchen
einen unkomplizierten und unbürokratischen Zugang zur Literatur für
jedermann zu eröffnen. Die Ausleihe ist ohne Leihausweis und Leihscheine
geplant. Neben der Schaffung einer niedrigschwelligen Heranführung
an Bücher und einer Aufwertung des Parks erhofft sich die StadtBibliothek
hier einen Image-Gewinn durch die Schaffung einer sympathischen "Untermarke".
Bewährt sich
das Pilotprojekt, ist mittelfristig die Errichtung weiterer niedrigschwelliger
Angebote der Bibliothek im Stadtgebiet angedacht. Vorerst offen ist die
abschließende Benennung - der Arbeitstitel "Bücherbüdchen"
soll nicht beibehalten werden. Für die Namensfindung wurde erneut
ein Wettbewerb ausgeschrieben. Zur Teilnahme aufgerufen sind alle Bürger
Kölns; das Preisgeld beträgt 150 Euro. Vorschläge können
vom 11. bis zum 18.02.2008 per E-Mail an die Anschrift buecherbuedchen@gmx.de
gerichtet werden.
Standortfrage noch
ungeklärt
Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muss allerdings noch die endgültige
Standortfrage geklärt werden. Ausschreibung und Entwurf waren vorerst
nicht an einen konkreten Standpunkt geknüpft, allerdings war ein
Ort innerhalb des Stadtgartens vorgesehen. Unter Einbindung des Bezirks
Innenstadt und des Vereins Pro Stadtgarten e.V. sollen jetzt die letzten
bürokratischen Hürden genommen und die Standortfrage geklärt
werden. Auch die Kosten spielen hierbei eine Rolle. Um das Projekt im
Budgetrahmen von 20.000 Euro zu halten, soll der spätere Betrieb
ehrenamtlich organisiert und das Sortiment aus Bücher-Schenkungen
der Hauptstelle zusammengestellt werden. Sanitäre Anlagen für
die Mitarbeiter sind nicht vorgesehen, doch muss die Anbindung an das
Elektrizitätsnetz finanziert werden. Davon hängt die Wahl eines
geeigneten Orts für das Bücherbüdchen erheblich ab.
Es ist also noch viel zu tun für die Umsetzung des ehrgeizigen zeitlichen
Rahmens dieses Projekts.
report-K,
Kölns Internetzeitung 22.10.2007
Bücherbüdchen
im Stadtgarten geplant - Bücherbus wieder von Stadt finanziert
Andi Goral
Eine charmante Idee
aus Lissabon soll in Köln Realität werden. Ein, so der Arbeitstitel
"Bücherbüdchen" soll im Stadtgarten entstehen, Deutschlandweit
das erste, in dem man sich ein Buch leihen, wieder zurückbringen,
oder auch ganz mitnehmen kann. Denn der Lesepunkt soll mit den Medien
bespielt werden, die die StadtBibliothek geschenkt bekommt. Die zweite
positive Meldung des Tages aus der Stadtbibliothek ist, die Finanzierung
des Bücherbusses ist langfristig gesichert, auch dieser profitiert
von der Aufstockung des Kölner Kulturetats.
Der Förderverein StadtBibliothek hat sein ehrgeiziges Ziel erreicht.
Der Bücherbus fährt ab 1.11.2007 wieder unter der offiziellen
Trägerschaft der Stadt Köln. Aus vier Bücherbussen machte
man im Juli 2005, nach einer großen Mitglieder und Spendenaktion,
einen Bus wieder flott und bringt damit, vor allem zu Kölner Kindern,
denn die nutzen zu 70% den Bücherbus, wieder Literatur zu den Kölnerinnen
und Kölnern. Und die Zahlen geben den Befürwortern des Busses
recht, so wurde in den Monaten Januar bis Oktober 2007 rund 45.000 Bücher
entliehen, also 4.500 pro Monat. Der Bücherbus hat in etwa 3.000
Kunden, mehr als jeder der einmal vier alten eingesetzten Busse. Der Förderverein
wünscht sich dringend einen zweiten Bus, auch wenn dieser alleine
in der Anschaffung rund 300.000 Euro kostet und auch jährlich noch
einmal 100.000 Euro an laufenden Kosten verursacht.
Für den Kölner Kulturdezernenten Georg Quander ist der Bücherbus
kulturelle Basisarbeit, die er als Pflichtaufgabe der öffentlichen
Hand ansieht. Mit seinem bürgerschaftlichen Engagement hat der Förderverein
die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des Busses bewiesen. Gerade auf Kinder
und Jugendliche ist das Sortiment des Busses ausgerichtet, erzählt
Quander und hier sieht der Kölner Kulturdezernent als wesentlichen
Aspekt die Leseförderung und die Sprachbildung auch und gerade für
Migranten. Leider sind die beiden anderen Busse die noch bei der KVB geparkt
waren, in einem technisch so schlechten Zustand das man sie zu wirtschaftlich
vernünftigen Konditionen nicht mehr herrichten konnte, wie der 1.
Vorsitzende des Fördervereins Anton Bausinger bemerkt. Dr. Horst
Neisser, der Direktor der Kölner StadtBibliothek stellte dann noch
das Projekt "Bücherbüdchen" vor, das auch der Förderverein
fördern will, mit dem Restgeld aus der Bücherbus-Spende in Höhe
von 20.000 Euro.
Deutschlandpremiere für das "Bücherbüdchen"
Stellen Sie sich vor die Sonne scheint, sie wollen sich auf eine Bank
im Stadtgarten setzen und ein Buch, oder eine Geschichte lesen, haben
aber kein Buch dabei. Dann schlendern Sie zu einem Büdchen und können
einfach ein Buch ihrer Wahl, ohne Entleihquittung mitnehmen. Das ist keine
Vision mehr, nein Mitte nächsten Jahres soll genau dies im Kölner
Stadtgarten möglich sein. Vorbild in Europa ist Lissabon, denn da
gibt es schon eine solche Einrichtung. Das Bücherbüdchen soll
ehrenamtlich geführt werden, die Bücher und Medien werden aus
den Schenkungsbeständen der StadtBibliothek bespielt, also keine
Bibliothek, sondern mehr ein Lesepunkt. Eine echt prima Idee und Köln
ist damit bundesweit die erste Stadt. So hat der Förderverein der
StadtBibliothek jetzt Studenten der Uni Siegen aufgefordert diese Vision
umzusetzen und ein "Bücherbüdchen" zu entwerfen. Die
Vorgaben sind denkbar simpel, Platz für 1.000-1.500 Bücher und
Medien, Präsentationsflächen nach außen, für alle
Vierjahreszeiten tauglich und der Ort des Büdchens wird der Stadtgarten
sein. Die Jury bilden Bürgermeisterin Angela Spizig, Fördervereinsvorsitzender
Anton Bausinger, Bettina Fischer, Literaturhaus Köln, Judith Petzold,
StadtBibliothek Köln, Baudezernent Bernd Streitberger, Dr. Joachim
Bauer, Grünflächenamt Stadt Köln und Architektin Prof.
Sibille Wirtz, Uni Siegen. Eine wirklich tolle Idee, die eigentlich nicht
schnell genug umgesetzt werden kann und sich rasant über das Stadtgebiet
verbreiten sollte.
Kölner
Wochenspiegel Oktober 2007
"Bücherbüdchen"
soll im Stadtgarten stehen
Förderverein der Stadtbibliothek mit neuer Idee
Im Stadtgarten unweit der Christuskirche soll bis Mai 2008 Kölns
erstes Bücherbüdchen stehen. (Foto: Benner)
Der Förderverein Stadtbibliothek e.V. freut sich über eine gelungene
Energieleistung: Der letztlich verbliebene Bücherbus, der seit 2005
wieder entlegene Stadtteile ansteuert, konnte wieder in den Besitz der
Stadtbibliothek zurückgegeben werden. Im Jahr 2003 hatte die Stadt
aufgrund des großen Haushaltsdefizits die alle fünf damals
betriebenen Bücherbusse stillgelegt. Nach diesem Kraftakt ist noch
Geld übrig, um ein weiteres Projekt das "Bücherbüdchen"
auf den Weg zu bringen.
Rund 300.000 Euro hatte der Erwerb des eines Busses gekostet. Anfang November
hat die Stadt die Personal- und Verbrauchskosten für seinen Betrieb
wieder vollständig übernommen. Rund 20.000 Euro sind dem Förderverein
jedoch übrig geblieben, die er ebenfalls einsetzen möchte getreu
dem Motto: "Die Literatur zu den Menschen bringen". Die Idee
eines "Bücherbüdchens" stammt aus Lissabon, wo Bücher
in Pavillons unbürokratisch ausgeliehen und wieder abgegeben werden
können. Dort hatte sie Horst Neißer, Leiter der Stadtbibliothek
gesehen und dem Verein davon berichtet. Ziel ist es, dass die Menschen
sich ohne Ausleihschein und Registrierung ein Buch auswählen und
mitnehmen können, wenn sie vor allem bei Sonnenschein in Leselaune
geraten. "Wir hatten zunächst an ein Austauschmodell gedacht",
erläutert Anton Bausinger, 1. Vorsitzender des Fördervereins,
"doch die Stadtbibliothek verfügt über einen Riesenfundus,
aus dem vergriffene Bücher wieder bestückt werden sollen."
Das heißt: Mitnehmen und zurückbringen ist erlaubt und erwünscht,
alte Bücher abgeben aber nicht. Denn neue Bestände, die dem
Bücherbüdchen geschenkt werden, müssten zusätzlich
erfasst und sortiert werden, um die Qualität des Angebots zu halten.
Aktuell entwerfen Architekturstudenten der Universität Siegen unter
Anleitung von Professorin Sibille Wirtz Vorschläge, wie das erste
"Bücherbüdchen" aussehen und wo im Stadtpark es aufgestellt
werden könnte. Abgabefrist für die Entwürfe ist Ende des
Jahres, bis Anfang Februar will eine Kommission des Fördervereins
einen Sieger küren. Bereits im Mai 2008 soll das erste Bücherbüdchen
Menschen bei schönem Wetter zum Lesen anregen. (jb)
Kölner
Stadt-Anzeiger 24.10.2007
Die Weisheit kommt
auf vier Rädern
Ulrich Knüttgen
Der Bücherbus
rollt weiter - jetzt wieder unter Eigenregie der Stadtbibliothek.
Nach wie vor kommt die Weisheit auf Rädern. Vier Stück, um genau
zu sein, und die gehören zum Bücherbus der Stadtbibliothek.
Zwar wurde das Projekt Bücherbus 2003 aus Kostengründen
von der Stadt eingestellt. Mit Hilfe von Mitgliedsbeiträgen, Sponsorenflächen
auf dem Bus und Privatspenden schaffte es der Förderverein
Stadtbibliothek im Juli 2005 jedoch, zumindest einen der ehemals
vier Busse unter eigener Trägerschaft wieder ins Rollen zu bringen.
Jetzt gab der Erste Vorsitzende des Vereins, Anton Bausinger, die Schlüssel
des letzten Bücherbusses offiziell an die Stadtbibliothek zurück.Ein
Grund zur Freude, auch seitens der Stadt. Kulturdezernent Georg Quander
hält den Bus für ein Stück Basiskultur und
äußerte sich erfreut über die Arbeit des Vereins: Das
ist eine großartige Leistung, für die wir sehr dankbar sind.
Hier zeigt sich ganz vorbildlich, wie eine Bürgerinitiative umgesetzt
wird. Dass die Bücherbusse ein Projekt sind, dessen vollständige
Reaktivierung lohnenswert wäre, beweist der Zulauf des einzig verbliebenen
Busses. Dieser allein zieht in den 16 aktuell angefahrenen Standorten
bereits 3000 Lesekunden an, die monatlich 4500 Medien buchen.
Lesestoff vor
Ort
Für die
Wiedereinführung weiterer Busse sieht Quander aber derzeit keine
Realisierungschance. Die Jahreskosten eines einzigen Busses
von nahezu 100 000 Euro stünden momentan nicht zur Verfügung.
Auch der Förderverein allein könnte die Last nicht stemmen,
obwohl aus dem ursprünglich gesammelten Budget noch ein Restbetrag
vorhanden ist. Dieser reicht zwar nicht für einen zweiten Bücherbus,
aber er soll einem anderen Projekt zugute kommen: dem Bücher
Büdchen, eine Einrichtung, die es Lesern in Parks und anderen
öffentlichen Plätzen ermöglichen soll, direkt vor Ort an
Lesestoff zu kommen. Damit wäre, wie Anton Bausinger betont, dem
Bestreben des Fördervereins, das Buch unters Volk zu bringen,
auf völlig neue und innovative Art Rechnung getragen.
Kölner Wochenspiegel
19.07.2006
Der Bücherbus rollt
vorerst weiter
Initiative sichert Angebot bis zum Sommer 2007
Köln - Der Bücherbus
rollt wieder. Nachdem der Lesebus-Betrieb wegen Sparmaßnahmen der
Stadt eingestellt werden musste, wurde die "rollende Lesewelt"
durch die Unterstützung des "Förderverein Stadtbibliothek
Köln" vor einem Jahr wieder ins Leben gerufen. Mit 70.000 Euro
finanzierte der Förderverein den Lesebus. Für alle ein lohnendes
Unterfangen, wie jetzt bei einem Treffen der Organisatoren festgestellt
wurde.
Der Bücherbus ist für viele Leser in den Stadtteilen, in denen
es keine Zweigstelle der Stadtbücherei gibt, die einzige Möglichkeit,
preiswert zu schmökern. Besonders Kinder und Jugendliche machen vom
Lesebus Gebrauch. Jede Woche fährt dieser mit mehr als 10.000 Büchern,
Videos, Tapes und CDs 15 Viertel an.
2.259 Mitglieder nutzen das Angebot. Der Bücherbus verzeichnete rund
46.000 Ausleihen in den vergangenen zwölf Monaten .
"Bis Sommer 2007 rollt der Bücherbus. Wie es dann mit der Finanzierung
aussieht, wissen wir noch nicht", erläuterte Fördervereinsvorsitzender
Anton Bausinger. Kulturdezernent Georg Quander hofft, dass die Stadt den
Unterhalt des Büchermobils wieder übernehmen wird.
Infos im Internet unter www.foerderverein-stadtbibliothek-koeln.de (cb)
Kölner
Stadt-Anzeiger 05.07.2006, Titelseite
Der Bücherbus rollt
weiter durch die Stadt
Es hat sich gelohnt,
den Bücherbus zu reaktivieren. Das ist die Bilanz der Organisatoren
nach dem Start vor einem Jahr. Der Förderverein hat die Finanzierung
des Bücherbusses in privater Trägerschaft auch fürs nächste
Jahr gesichert. S.28
Kölner Stadt-Anzeiger
05.07.2006
Rollender Bücherspaß
- Förderer des privaten Bücherbusses ziehen Bilanz
Das Angebot in den
Stadtteilen wird gut genutzt, und die Stadt erwägt den Wiedereinstieg
in die Finanzierung.
Norbert Ramme
Es hat sich gelohnt,
den Bücherbus zu reaktivieren. In der Einschätzung waren sich
alle Organisatoren einig, die rund ein Jahr nach dem Neustart der rollenden
Bücherei vor der Zentralbibliothek ein positives Resümee zogen.
70 000 Euro hatte der "Förderverein Stadtbibliothek" gesammelt
und so den von der Verwaltung aus Kostengründen eingestellten Betrieb
wieder ins Rollen gebracht. Und auch fürs kommende Jahr ist die Finanzierung
dieses bundesweit einzigen Bücherbusses in privater Trägerschaft
gesichert.
"Aus Mitgliedsbeiträgen, Werbung am Fahrzeug und Spenden haben
wir die nötigen Gelder bis Mitte 2007 zusammen", sagte Fördervereinsvorsitzender
Anton Bausinger. Was danach kommt, ist fraglich. Doch Kulturdezernent
Georg Quander macht Hoffnung auf ein städtisches Engagement. "Es
geht hier um einen kleinen Beitrag für die Stadt, aber einen großen
Beitrag für die Bürger. Ich werde mich dafür einsetzen,
dass der Bus wieder unter die Regie der Stadt kommt." Das wäre
dem Förderverein nur recht. Bausinger: "Wir werden den Bus auch
dann weiter finanziell unterstützen."
15 Haltestellen fährt der mit mehr als 10 000 aktuellen Büchern,
CDs, Videos und Kassetten ausgestattete Bus im Wochenrhythmus an. "Mit
1259 Mitgliedern und knapp 46 000 Ausleihen hat der Bus ein hervorragendes
Ergebnis erzielt", sagte Horst Neißer, der Direktor der Stadtbibliothek.
Und dann räumt er mit dem Vorurteil auf, dass die Kinder nur noch
fernsehen oder am Computer spielen. "70 Prozent der Mitglieder am
Bücherbus sind Kinder und Jugendliche."
Kölner Stadt-Anzeiger
05.07.2006
Ins Rollen bringen
Beatrix Lampe zur Finanzierung des Bücherbusses
Gebt uns Bücher,
gebt uns Flügel. So lautet ein Aufruf zur Leseförderung im Kindes-
und Jugendalter, der schon populär war, ehe Computer und Fernsehmarathons
der Fantasie junger Leser die Schwungfedern zu stutzen drohten. Je weiter
andere Medien in die Kinderzimmer vorgerückt sind, desto schwerer
haben es Bücher, sich gegen diese Konkurrenz durchzusetzen. Denn
Büchereien sind längst nicht (mehr) in jeder Nachbarschaft zu
finden, und die Bücherbusse, die das Lesefutter auch in entlegene
Vororte brachten, hat die Stadt vor fast drei Jahren weggespart.
Dass das einer Stadt mit kulturellem Anspruch schlecht ansteht, haben
buchbegeisterte Kölner damals nicht nur getadelt, sondern auch gehandelt
- und Geld für den Bus zusammengetragen. Der beachtliche Erfolg des
wiederaufgelegten Angebots vor allem bei den jungen und jüngsten
Lesern scheint jetzt bei der Stadt ein Umdenken ins Rollen zu bringen.
Kulturdezernent Georg Quander hat den kleinen Betrag für die Stadt
als großen Beitrag für die ganz direkte Kulturvermittlung zu
Hause erkannt und will sich für den Wiedereinstieg in die finanzielle
Förderung verwenden. Wenn die Stadt über ihren (Spar-)Schatten
springt, gibt sie einer vorbildlichen Privatinitiative und der Fantasie
Tausender Leser guten Wind unter die Flügel.
Kölnische
Rundschau 05.07.2006
Mobile Lektüre
kommt an - Bücherbus durch Förderverein nur
bis Mitte 2007 gesichert
Eveline Kracht
Fast 2 500 Nutzer
und 46 000 Ausleihen in knapp zwölf Monaten - wenn das kein erfreulicher
Zuspruch ist. Seit genau einem Jahr rollt der vom Förderverein Stadtbibliothek
finanzierte Bücherbus wieder durch Köln und versorgt vor allem
Kinder und Jugendliche mit Lesestoff.
Als Dank für das außerordentliche Engagement überreichten
Stadtbibliotheksdirektor Dr. Horst Neißer und Mitarbeiterin Judith
Petzold gestern im Beisein kleiner Leseratten Blumen an den Vereinsvorsitzenden
Anton Bausinger sowie die Vorstandsmitglieder Jeane Freifrau von Oppenheim
und Bettina Fischer.
70 000 Euro brachte der private Trägerverein bereits auf, um den
Bus mit seinen Personal- und Betriebskosten ein Jahr am Laufen zu halten.
Gestern erklärte Bausinger, dass die derzeit 52 Vereinsmitglieder
mit Hilfe weiterer Sponsoren die Busbibliothek noch bis 31. Mai 2007 finanzieren
können. "Dann wird´s eng. Mitte nächsten Jahres brauchen
wir Hilfe." Vor diesem Hintergrund äußerte Bausinger den
Wunsch, die Stadt möge sich Gedanken machen, ob sie wieder in die
Finanzierung einsteigen könne.
Die seit 1978 zunächst sechs und danach nur noch vier Bücherbusse
hatte die Stadt angesichts ihrer Geldnot Anfang 2004 eingestellt. Im selben
Jahr konstituierte sich der Förderverein, so dass mittlerweile immerhin
15 Haltestellen von Brück bis Braunsfeld, Widdersdorf bis Worringen
angesteuert werden können. Das private Projekt, lobte Neißer,
sei bundesweit einzigartig und ein "unglaublicher Kraftakt".
Die Stadt begreife die Initiative als Pflicht, diese Aufgabe später
wieder selbst zu leisten, erklärte Kulturdezernent Professor Georg
Quander. "Lesen ist etwas Elementares für die Bildung und Kultur
einer Stadt."
Wer dem Förderverein beitreten möchte, kann sich telefonisch
unter 4 98 76 20 melden.
Kölnische Rundschau
05.07.2006
Beitrag zur Frühförderung
Kommentar von Eveline
Kracht
Da kann man wirklich
gratulieren: Schon ein Jahr lang hält der Förderverein Stadtbibliothek
den Bücherbus am Rollen und bedient damit vor allem jene Stadtteile
und Randgebiete, die mit öffentlichen Büchereien unterversorgt
sind. 70 000 Euro haben die Vereinsmitglieder bereits dafür aufgebracht
- Geld, das bestens angelegt ist. Denn die rollende Bibliothek wird immerhin
zu 70 Prozent von Kindern und Jugendlichen frequentiert, von denen wiederum
die Hälfte zwischen sechs und zwölf Jahre alt ist. Insofern
betreibt der Verein im Bereich Bildung und Kultur auch eine wichtige Frühförderung.
Allerdings verwies der Vorstand gestern zu Recht darauf, dass sich die
Stadt nicht für immer aus der Verantwortung stehlen darf. Bis Mitte
2007 ist die Finanzierung der Busbibliothek noch sichergestellt. Danach
ist unklar, ob es eine Fortsetzungsgeschichte gibt.
Auf Dauer wird der Förderverein Summen in bisheriger Höhe kaum
aufbringen können.
Insofern sollte sich die Stadt bald Gedanken machen, ob sie sich in der
Lage sieht, zur Rettung von einem der einst sechs Bücherbusse wenigstens
einen Zuschuss zu leisten.
Express
05.07.2006
Bücherbus für
die Pänz gerettet
Die Kinder in Lövenich,
Worringen, Holweide und zwölf anderen Vororten können aufatmen:
Der Bücherbus, der sie einmal in der Woche mit Lesestoff versorgt,
ist gerettet.
Der Förderverein der Stadtbibliothek (im Vorstand: Anton Bausinger,
Jeane Freifrau von Oppenheim und Bettina Fischer) hatte den 2003 abgeschafften
Bus im letzten Jahr wieder auf die Straße gebracht und finanzierte
nun erneut die 70 000 €, damit der Bus ein weiteres Jahr fahren kann.
"Ein beachtliches
Engagement", lobte Kulturdezernent Prof. Georg Quander.
Die rollende Bibliothek
hat Erfolg: "Im letzten Jahr gab´s 45 864 Ausleihen",
freut sich Dr. Horst Neißer, Direktor der Stadtbibliothek.
Kölner
Stadt-Anzeiger 01.11.2004
Förderverein sammelt
10.000 Euro
Um wieder einen
Bücherbus auf die Straße zu schicken, sind allerdings mehr
als 47.000 Euro nötig.
Mehr als 10.000 Euro
hat der Förderverein StadtBibliothek e.V. seit Juli an Spenden und
Mitgliedsbeiträgen eingenommen, um zumindest einen der zu Beginn
des Jahres eingestellten Bücherbusse wieder ins Rollen zu bringen.
Bettina Fischer, Schatzmeisterin des Fördervereins, freut sich: "Wir
sind unserem Ziel schon ein gutes Stück näher gerückt."
Doch der Betrieb des Bücherbusses kann nach Auskunft des Vereins
erst dann wieder aufgenommen werden, wenn die magische kölsche Summe
von 47.111 Euro erreicht ist. Diese Summe reicht für ein Jahr. "Wir
wollen, dass wenigstens der neue, im Jahr 2003 angeschaffte Bücherbus
wieder in die Randgebiete fährt und die Menschen dort mit Büchern
und Informationen versorgt", so Fischer.
Sollte es dem Verein gelingen, das nötige Geld zu akquirieren, soll
der Bücherbus turnusmäßig folgende Stadtteile anfahren:
Blumenberg, Braunsfeld, Brück, Dellbrück, Höhenhaus, Lind,
Lövenich, Raderthal, Riehl und Widdersdorf. Bei der Auswahl der Haltestellen
habe der Förderverein nicht nur darauf geachtet, diese möglichst
flächendeckend zu verteilen, sondern sich vor allem an der Besucherfrequenz
vor der Schließung orientiert.
Auskunft geben Anton Bausinger, Geschäftsführer der Friedrich
Wassermann Bauunternehmung, Ruf 0221/498 76 20, und Bettina Fischer, Geschäftsführung
Literaturhaus Köln, Ruf 0221/57 43 73 22.
Kölner
Stadt-Anzeiger 01.11.2004
Bücherbus: Eindeutig
Anja Katzmarzik
Man könnte an
dieser Stelle darüber schreiben, wie wichtig ein Aufwachsen mit Büchern
für Kinder und Jugendlicheist. Man könnte darüber schreiben,
dass das Einsparen der fahrenden Bibliotheken vor allem die trifft, die
sich ohnehin kaum wehren können: Alleinerziehende, alte Menschen
und Behinderte, die nicht in der City wohnen. Doch es ändert nichts
an der Tatsache: Seit nahezu einem Jahr fährt kein Bücherbus
mehr. Ein Bündnis aus Kommunalpolitikern, Literaturprofis und Privatpersonen
- vom bibliophilen Unternehmer bis zur Baronin von Oppenheim - versucht
den teuersten und modernsten der vier Busse vor dem Verkauf zu retten.
Der Verein bittet um Spenden, um den Service zumindest eingeschränkt
aufrechterhalten zu können.
Das respektable Ergebnis: 10.000 Euro in nur drei Monaten. Das ist viel
Geld und ein eindeutiges Bürgervotum. Das öffentliche Interesse
darf aber jetzt nicht versiegen. Das Geld wäre zwar nicht verloren,
dient der Verein schließlich der Förderung der Stadtbibliotheken
insgesamt. Der Eifer, mit dem die Vereinsmitglieder gestartet sind, wäre
aber zumindest gebremst. Hat sich der Großteil der Bürger mit
den Einschnitten bereits abgefunden? Jeder Einwohner müsste nicht
einmal fünf Cent geben. Doch das ist leider nur die Theorie. 47.111
Euro werden gebraucht. Jetzt.
Kölner
Wochenspiegel 18.08.2004
Im nächsten Jahr
soll der Bücherbus wieder rollen.
Der neu gegründete Förderein sucht Mitglieder und Sponsoren
Die Abschaffung der
Bücherbusse war keine politische Glanzleistung. Das Gestanden inzwischen
auch einige Volksvertreter ein. So zählen Politiker fast aller Partien
zu den ersten Mitgliedern im neuen, gemeinnützigen “Förderverein
Stadtbibliothek Köln e.V.”
Mit einer Ausnahme hat die Stadt Köln die Bücherbusse abgeschafft.
Der eine, der übrig geblieben ist und für rund 300.000 Euro
erst vor kurzem angeschafft wurde, steht dem Verein zur Verfügung.
Obwohl der Förderverein erst seit wenigen Wochen besteht, hat der
Vorstand schon vieles erreicht. Der Bus soll nicht mehr so wie früher
mehrmals täglich verschiedene Standorte anfahren, sondern jeweils
einen ganzen Tag an einem Standort im Zwei-Wochen-Rhytmus stehen.
Dadurch wird ein Fahrer nur morgens und abends benötigt. Der Verein
will aus Spenden und Mitgliederbeiträgen unter anderem das Gehalt
eines Bibliothekars finanzieren. Zusätzlich werden ehrenamtliche
Mitarbeiter als Zweitkräfte für den Bus gesucht. Viele Ideen
haben die engagierten Vorstandsmitglieder bereits diskutiert.
Doch zuerst gilt es, Mitglieder zu werben und die zehn neuen Standorte
für den Bus zu bestimmen. Der Bus soll eine Woche dem linksrheinischen
und eine Woche dem rechtrheinischen Stadtrand zur Verfügung stehen.
Die genaue Standortbestimmung wollen die Vorstandsmitglieder Anton Bausinger,
Baronin von Oppenheim, Bettina Fischer und Mona Krings direkt nach den
Schulferien vornehmen. Judith Petzold, Abteilungsleiterin in der Stadtbibliothek
Köln, unterstützt den Förderverein und sichert zu, dass
es, wenn der Bus wieder rollt, auch wieder möglich sein wird, Bücher
aus der großen Bibliothek in den Bus zu bestellen. Der Bus bleibt
auch, wenn der Förderverein das Gehalt eines Bibliothekars zahlt,
Teil der Stadtbibliothek. Für den Vorstandsvorsitzenden Anton Bausinger
soll die Aktion ein Signal an die Politik sein. Auf Dauer gehöre
der Betrieb des Busses in städtische Hände. Der gegründete
Förderverein könne dann andere Aufgaben übernehmen.
Ob das allerdings auch geschehen wird, steht in den Sternen. Mitgliederanträge
und mehr Informationen gibt es unter www.foerderverein-stadtbibliothek-koeln.de
oder bei Judith Petzold unter 0221/221-23810.
Kölner
Stadt-Anzeiger 20.07.2004
Ein Bündnis für
rollende Büchereien
Anja Katzmarzik
Der Bibliotheks-Bus
soll wieder rollen - dieses Ziel hat ein Förderverein.
Das müsste den kölschen Ehrgeiz eigentlich sofort aktivieren:
47 111 Euro werden bis Jahresende benötigt, wenn zumindest einer
von vier Bibliotheks-Bussen, deren Betrieb vergangenes Jahr eingestellt
wurde, ab Januar wieder fahren soll. „Es hat sich ein Verein gegründet,
der mit einem Organisationsmodell antritt, das mit erheblich weniger Mitteln
auskommt und diese auch noch durch Werbung und Sponsoren wieder reinholen
will“, freut sich Bibliotheks-Direktor Horst Neißer. Ihn hatte
jeder Bücherbus 90 000 Euro pro Jahr gekostet.
Ein Bündnis,
bestehend aus elf Kommunalpolitikern, Literaturprofis und Privatpersonen
- vom bibliophilen Unternehmer über die Baronin von Oppenheim oder
die Geschäftsführerin des Literaturhauses bis zur pensionierten
Vorstandssekretärin - hat den teuersten und modernsten der vier Busse
vor dem Verkauf gerettet. Ihr Sparmodell: Statt wie gewohnt im Zwei-Stunden-Rhythmus
von Stadtteil zu Stadtteil zu „touren“, soll der Bus im 14-tägigen
Wechsel fünf links- und fünf rechtsrheinische Haltestellen anfahren,
die gut erreichbar sind und wo die rollende Bibliothek auch über
Nacht stehen bleiben kann. Neißer: „Hier bieten sich Schulhöfe
an.“ Vormittags stünde die Bibliothek der Schule, nachmittags
der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Geld wird für eine
ganztägige Fachkraft und den technischen Unterhalt des Busses benötigt.
Zusätzlich wird mindestens ein ehrenamtlicher Helfer pro Tag gebraucht.
„Das ist sicher
keine perfekte Lösung“, gesteht Vereinsvorsitzender Anton Bausinger,
„aber es zeigt den dringenden Willen der Bevölkerung, dass
dieses Angebot erhalten bleibt.“ Privatpersonen sollen für
30 und Firmen für 500 Euro im Jahr Mitglied werden können, auf
dem Bus können Werbeflächen gemietet werden. Mehrere Verlage
- darunter auch der DuMont Literatur- und Kunst-Verlag - haben bereits
ihre Unterstützung zugesagt. Eventuelle Überschüsse sind
für die Stadtteilbibliotheken bestimmt.
Kölner
Stadt-Anzeiger 20.07.2004
Provisorium
Anja
Katzmarzik
Die Leser der Stadtbibliothek
- vor allem in den Stadtteilen - haben es zu spüren bekommen: höhere
Gebühren, Einschnitte bei den Öffnungszeiten, Schließung
von Bibliotheken. Die goldenen achtziger Jahre sind vorbei. Damals hatte
die Stadtbibliothek 17 Zweigstellen, sechs Bücherbusse waren permanent
im Einsatz, ein weiterer in Reserve. Inzwischen gibt es nur noch elf Zweigstellen,
die Bücherbusse wurden ganz stillgelegt. Das ist ein Armutszeugnis.
Die Bibliotheksbusse hatten immerhin 90 000 Besucher pro Jahr, sie waren
scheinbar jedoch wenig lukrativ. Doch der eigentliche Wert dieser Einrichtung
lässt sich nicht in Zahlen messen. Die Busse waren ein Ort der Begegnung
für die meisten - und für manche, die mit Kinderwagen oder Krücken
nicht mehr ganz so mobil sind, die einzige Möglichkeit, günstig
an Lesefutter zu kommen. Der Bus holte die überwiegend minderjährigen
Nutzern im wahrsten Sinne des Wortes da ab, wo sie standen - brachten
sie mit Kurzweil wie mit Kultur in Berührung.
So ist der Förderverein
zur Rettung des letzten Bücherbusses, nicht nur aus sozialer, sondern
auch aus bildungspolitischer Sicht zu begrüßen. Aber er kann,
er darf nur ein Provisorium sein. Die Stadt darf nicht aus der Verantwortung
entlassen werden.
Kölnische
Rundschau 20.07.2004
Bibliothek auf Rädern
Eveline Kracht
Wenigstens einer
der vier Bücherbusse soll bald wieder rollen. Für die Bibliothek
auf Rädern, die vor einem Jahr per Ratsbeschluss aus Kostengründen
aufgegeben wurde, macht sich jetzt ein neuer Förderverein stark,
der auf Initiative von Kölner Kulturpolitikern gegründet wurde.
Durch ein verändertes Organisationsmodell soll die Busbibliothek
Randgebiete ohne Stadtteilbüchereien kostengünstiger mit „Lesefutter“
versorgen.
Statt wie früher alle zwei Stunden einen anderen Standort anzusteuern,
sieht das Konzept vor, den Bus einen Tag lang an einem Standort zu belassen.
Geplant ist, zehn Standorte im Links- und Rechtsrheinischen, nach Möglichkeit
Schulhöfe, in 14-tägigem Wechsel anzufahren. Vormittags können
sich die Schüler aus dem reichhaltigen Angebot von rund 3000 Titeln
bedienen, nachmittags die Bewohner des Viertels. Die Gesamtkosten für
den Betrieb beziffert Fördervereinsvorsitzender Anton Bausinger auf
jährlich 47 111 Euro, inklusive einer ganztägigen Fachkraft.
Eine weitere Kraft soll ehrenamtlich gewonnen werden. Mit früher
zwei hauptamtlichen Mitarbeitern waren die Kosten etwa doppelt so hoch.
Den Verein können
sowohl Firmen (Jahresbeitrag mindestens 500 Euro) als auch einzelne Bürger
(30 Euro) fördern. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Außenseiten
des Busses als Werbeflächen zu vermieten. Bis Ende des Jahres möchte
Bausinger das nötige Geld zusammenhaben, damit der Bus Anfang 2005
wieder starten kann. Nach Worten von Stadtbibliotheksleiter Dr. Horst
Neißer waren die vier Bücherbusse mit ihrer Auswahl an Kinder-
und Jugendliteratur sowie Belletristik und neuen Medien bei über
90 000 „Kunden“ pro Jahr ein „rege nachgefragtes Angebot“.
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