Förderverein  StadtBibliothek Köln e.V.
 
 

 

 

PRESSEERKLÄRUNG und EINLADUNG zum PRESSEGESPRÄCH
zur Gründung des Fördervereins der StadtBibliothek Köln e.V.

Der Bücherbus soll wieder rollen ...

Die Kürzungen bei der finanziellen Ausstattung der Stadtbibliothek Köln haben dazu geführt, dass eine flächendeckende Versorgung der Kölner Bürgerinnen und Bürger nicht mehr gewährleistet ist. Hier wollen wir durch bürgerschaftliches Engagement und einen Förderverein Abhilfe schaffen, um insbesondere einen oder in Zukunft mehrere aus Kostengründen stillgelegte Bibliotheksbusse wieder betreiben zu können.

Dieser von uns ergriffenen Initiative liegen folgende Überlegungen zugrunde:

Ende der 80er Jahre umfasste die StadtBibliothek Köln folgende Einrichtungen:
Die Zentralbibliothek, 17 Zweigstellen, die Blindenbibliothek, sechs Bücherbusse (alle permanent im Einsatz) und einen Reservebus. Bis heute wurden die Zweigstellen auf 11 reduziert und die Bücherbusse ganz geschlossen. Neu hinzu kam die Medienbibliothek. Die Angebotsreduzierung der Stadtbibliothek im Laufe von ca. 15 Jahren ist also gravierend. Weitere Einsparungen sind nicht ausgeschlossen, befürchtet der Leiter der Stadtbibliothek, Herr Dr. Neißer. Der Ist-Zustand ist alarmierend, so dass jetzt Handeln gefragt ist.

Der Benutzerstruktur nach ist in den Stadtteilbibliotheken die Hauptklientel Kinder und Jugendliche, in der Zentralbibliothek mit ihrer Informationsfülle dominieren hingegen Berufstätige, Nutzer für Aus- und Fortbildung sowie Schüler höherer Klassen. Alle Bibliotheken werden zudem von Schülern regelrecht gestürmt, die dort gemeinsam Hausaufgaben machen, Referate anfertigen oder sich gemeinsam auf Prüfungen vorbereiten. Für die Ausbildung der Jugend sind die Bibliotheken unverzichtbar, die Verkürzung der Öffnungszeiten in den Stadtteilbibliotheken ist nicht hinzunehmen.

Die Bücherbusse haben bisher in erster Linie immobile Kunden (Kinder, ältere Leute, Familien) in den Randgebieten der Stadt versorgt, die nun weder zu einer Zweigstelle wechseln noch die Zentralbibliothek aufsuchen können. Diese Menschen sind jetzt ohne ein entsprechendes Angebot.

Nach der Pisa-Studie kommt der Leseförderung auf breiter Ebene, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, weitreichende bildungspolitische Bedeutung zu. Die Stadtbibliothek hat deshalb vor einem Jahr ein Leseförderungsprogramm ins Leben gerufen, einen „Leseclub“, der inzwischen über 3.000 Mitglieder zählt und sich auch in der Zusammenarbeit mit den Schulen bewährt hat. Doch ein derartiger Leseclub kann nur funktionieren, wenn die Kinder überall Zugang zu Büchern haben.

Aus dieser Überlegung heraus wurde ein Förderverein für die Kölner StadtBibliothek e.V. gegründet. Der neue Verein sieht seine Aufgabe vordringlich in der Leseförderung, indem er die Arbeit der Stadtbibliothek finanziell unterstützt. Vorrangiges Ziel ist es, durch bürgerschaftliches Engagement Mittel für die Betreibung des noch vorhandenen, aber still gelegten Bücherbusses einzuwerben.

Pressetermin: Initiativen und Überlegungen wollen wir Ihnen bei dem Pressetermin
am Montag, den 19.07.2004, um 12.30 Uhr vorstellen.
   
Ort: Bücherbus vor der Zentralbibliothek am Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln.

Anton Bausinger
Baronin von Oppenheim
Bettina Fischer
- Vorsitzender -
- stellvertr. Vorsitzende -
- Schatzmeisterin -